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Beitrag zu Geschäftsmodellen von Berufsbildungsdienstleistern erschienen

von Karl Täuscher, veröffentlicht am 8. September 2014

Wissenschaftler des Fraunhofer MOEZ veröffentlichen Buchkapitel in „Kompendium Geschäftsmodell-Innovation“

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Der Dienstleistungssektor unterliegt in vielerlei Hinsicht ganz eigenen Bedingungen im Vergleich zum Produktsektor. Gerade bei der Internationalisierung ihrer Geschäfte stehen Dienstleistungsunternehmen vor besonderen Herausforderungen. Die berufliche Aus- und Weiterbildung gilt dabei als wichtiger Erfolgsfaktor für deutsche Unternehmen und wird zunehmend in Schwellen- sowie in Industrieländern nachgefragt. Für den Aufbau eines nachhaltigen Auslandsgeschäfts fehlen den Berufsbildungsdienstleistern jedoch bislang die notwendigen Erfahrungswerte bei der Entwicklung tragfähiger Geschäftsmodelle.

Aus dieser Notwendigkeit heraus haben Dr. Nizar Abdelkafi und Nadim Salameh, Wissenschaftler am Fraunhofer MOEZ, kürzlich einen Beitrag unter dem Titel „Geschäftsmodellmuster im Dienstleistungssektor – dargestellt am Beispiel der Internationalisierung deutscher Berufsbildungsdienstleister“ veröffentlicht. Der Beitrag fokussiert auf Geschäftsmodellmuster im Dienstleistungssektor, mit spezifischem Fokus auf die deutschen Berufsbildungsdienstleister, die international tätig sind. Der Beitrag basiert auf Daten aus 34 Interviews mit Experten aus Berufsbildungsdienstleistern, die im Ausland tätig sind. Um die Geschäftsmodelle der Berufsbildungsdienstleister zu analysieren, wurde das Geschäftsmodell-Framework von Abdelkafi et al. (Int J Innov Manag 17(1):1–41, 2013) herangezogen. Dieses Framework besteht aus fünf Dimensionen: Leistungsangebot, Kommunikation des Leistungsangebots, Leistungserzeugung, Leistungsbereitstellung und Gewinnerzeugung.

Beim Leistungsangebot wird beispielsweise sehr oft beobachtet, dass erfolgreiche Unternehmen weitere Leistungen neben der eigentlichen Bildungsdienstleitung offerieren. Bei einigen Unternehmen steht die Bildungsdienstleistung im Kern des Geschäfts, bei anderen eher an der Peripherie. Weitere Unternehmen betreiben Bildungsdienstleistungen als separates Geschäft und bieten diese parallel zu anderen Leistungen an. Der Umgang mit Bildungsdienstleistungen unterscheidet sich also sehr stark von Unternehmen zu Unternehmen. Die in der Literatur identifizierten Geschäftsmodellmuster werden zusätzlich auf ihre Eignung für den Berufsbildungsexport untersucht. Dabei schlagen die Autoren neue, interessante Geschäftsmodelle für die Berufsbildung vor.

Der Beitrag ist als Kapitel im Sammelband „Kompendium Geschäftsmodell-Innovation“ von Herausgeber Daniel R. A. Schallmo im Springer Verlag veröffentlicht wurden. Zugang zur Veröffentlichung finden Sie unter folgendem Link:
http://www.amazon.de/Kompendium-Gesch%C3%A4ftsmodell-Innovation-Grundlagen-Fallbeispiele-erfolgreichen/dp/3658044586